Ergebnisse des Messprogramms für hydrologische Extremereignisse an der Elbe

Stand: 1.07.2013

Aufgrund des extremen Hochwassers wird ab 03.06.2013 in Sachsen-Anhalt durch den Gewässerkundlichen Landesdienst ein Messprogramm zur Erfassung der Gewässerbeschaffenheit an ausgewählten Messstellen durchgeführt.

Grundlage des Messprogrammes ist das innerhalb der Flussgebietsgemeinschaft Elbe abgestimmte "Messprogramm für hydrologische Extremereignisse an der Elbe".

In das Messprogramm sind Messstellen an der Elbe (Wittenberg, Magdeburg) und im Mündungsbereich von Mulde, Saale und Havel einbezogen. Dort werden sowohl Wasser- als auch Schwebstoffproben untersucht, sofern die Messstellen zugänglich sind. Zwischenzeitlich ist die Beprobung von Elbe, Saale und Mulde abgeschlossen. Lediglich an der Havel werden die Messungen auf Grund der zeitweise angespannten Sauerstoffsituation fortgeführt.

Das Messprogramm umfasst die Vor-Ort-Parameter, Nährstoffe, organische Summenparameter, Schwermetalle, organische Schadstoffe und mikrobiologische Kenngrößen.

Die bisher vorliegenden Ergebnisse sind entweder unauffällig bzw. zeigen eine bei Hochwasserverhältnissen übliche Wasserbeschaffenheit an. Erhöhte Konzentrationen einzelner Parameter insbesondere zu Beginn des Hochwassers sind bedingt durch verstärkte Abschwemmungen von überströmten Flächen und durch die Remobilisierung von Sedimenten in den Gewässern. Durch Abbauprozesse auf den überschwemmten Flächen sind gegenwärtig in der Havel eine erhöhte organische Belastung und damit einhergehende kritische Sauerstoffgehalte festzustellen.

Die Ergebnisse des Messprogramms finden Sie hier :


Elbe in Magdeburg (Foto: Holger Rauch, 09.06.2013)